MEXIKO || 1 WOCHE WACH: PLAYA DEL CARMEN

MEXIKO || 1 WOCHE WACH: PLAYA DEL CARMEN

Es gibt diese eine Stadt, die in unserer Reiseplanung extra ignoriert wurde: Playa del Carmen. Wir fuhren mit dem Bus daran vorbei und lachten jeden grölend aus, der dort war. Und dann? Landeten wir selber dort. An diesem unwirklichen Ort. Ganze 7 Tage lang. 

Dienstag 

Nach der Kolonialstadt Valladolid wollten wir nur Eines: Strand und Meer. Ein Flug lag nicht in unserem Budget, also gab es nur zwei Optionen: Entweder zurück nach Cancun. Oder in das von uns belächelte Playa del Carmen. Dort wollten wir eigentlich nie hin. Unsere Vorstellungen von dieser Stadt lagen irgendwo zwischen Mallorca für Arme und Dubai auf Miniatur. Ach, wie falsch wir nur lagen.

Die erste Nacht schliefen wir bei zwei Mexikanern. Nach einem kurzen Gespräch war klar: Die Chemie stimmt, also her mit dem Hochprozentigem. Wir fuhren in einen Walmart, um Tequila, Limetten und Tomatensaft zu besorgen. Wer unseren Cancun-Beitrag gelesen hat weiß, wir lieben Walmart. Diese Dinger haben einfach alles. Da kommt dann immer die Konsumgeilheit in uns raus. Was diese Nacht noch mit sich brachte? Lara gab auf und schlief ein #Thuglife. Währenddessen erkundete Rebecca mit einem der Hosts das Nachtleben Playa del Carmens.

Mittwoch 

Die zwei Jungs brachten uns an einen einsamen Strand außerhalb der Stadt. Dort schnorchelten wir mit Schildkröten – again.  Doch diesmal war alles noch ein bisschen schöner. Wir vier waren die Einzigen im Wasser weit und breit. Wir wurden Eins mit dem Meer. Ein fast schmerzhaftes Freiheitsgefühl durchströmte uns. Das Meer fängt dich auf und zeigt dir gleichzeitig mit seiner enormen Stärke, wie fragil dieses Leben ist.

Weniger naturverbunden ging es danach zum Frisbee-Training der Jungs. Mit Sportplatz, Team und allem Drum und Dran. Ja, das ist ein Sport. Ja, auch bei uns gibt es professionelle Spieler. Ja, wir machten uns anfangs auch darüber lustig. Doch es hat was, schwitzende Männer beim Scheibe zuwerfen anzufeuern. Danach mussten wir uns leider schon verabschieden, denn unser nächster Host wartete bereits. Der Weg dorthin war eine Sache für sich. Die Straße war auf keiner Karte zu finden. Jeder Taxifahrer dachte, wir verarschen ihn.

Nach der (endlich) gelungenen Ankunft war klar warum. Die Straße gibt es erst seit ein paar Wochen. Dort steht nur ein Haus. Eben jenes Couchsurfing-Domizil. Es ist schwer zu beschreiben, wie wir dort gelebt haben. Es war ein von Hand gemachtes Paradies voller Natur, Architektur, Höhlen, Kunstwerken, Tieren, Wasserfällen, Hängematten, Dachdusche, Sternenkuppel. Wie ein Traumland. Unser Host war Lebenskünstler, Spiritueller, Ausbrecher. Es gibt vermutlich einige Namen für diese Lebensform. Wir haben uns selten so willkommen gefühlt. Ohne Wenn und Aber. Wir quatschten bis spät in die Nacht in den Hägematten am Dach. Wobei “quatschen” hier auch einfach mal Stille heißt. Eine angenehme, entspannende Stille. Mitten in dem wilden Playa del Carmen.

Donnerstag 

Wir wachten auf und verbrachten die ersten Stunden damit, uns in diesem Haus umzuschauen. In jeder Ecke konnte man sich eine Stunden verbringen und doch danach wieder etwas Neues entdecken. So viele Gedanken, Liebe und Arbeit steckten in diesem Ort. Es tat so gut, dort zu sein. Wir duschten in der offenen Dusche am Dach, blickten auf die Stadt und ließen die letzten Wochen Revue passieren. Noch 4 Tage, bis wir uns trennen.

Zurück vom Gefühlschaos kochte unser Host raw food. Also ungekochtes, rein pflanzliches Essen– und es war unfuckabale gut! Wir beschlossen, an diesem Abend nicht feiern zu gehen. An diesem Tag ging es darum, Ideen, Inspirationen und Gedanken auszutauschen. Zusammen zu wachsen. In jeder Hinsicht.

Freitag 

Playa del Carmen

Ab in den Beachclub. Lounge-Musik, Cocktails für 10€….feels like Ibiza. Dort kamen wir in den Genuss der berühmten Vielseitigkeit Playas. Kaum schloss der fancy Beach Club, versammelten sich große Freundesgruppen mit Bier am Strand, packten die Boxen aus und genossen den Sonnenuntergang. Ganz ohne Bauch einziehen und Selbstdarstellung.

In dieser Nacht wollten wir uns zum ersten Mal in dieser Woche gemeinsam ins Nachtleben stürzen. Vorher ging es noch mit Sack & Pack von dem Märchenhaus in ein Partyhostel. Ab in eine andere Welt. 

Der erste Stop war ein Schicki Micki Rooftop-Club. Wenn ihr je auf der Suche nach einem 45 jährigem Sugardaddy im Anzug seit: ab gehts. Uns wurde das Ganze schnell zu viel und wir flohen in einen Underground Club ganz nach unserem Geschmack. Bis 8 Uhr morgens.

Samstag 

Jeder hat seine eigene Art, nach einer durchfeierten Nacht wieder fit zu werden. Rebecca schlief sich ordentlich aus (die richtige Variante). Lara beschloss, sich mit einem Beauty-Tag wieder auf die Beine zu bringen (die falsche Variante).  Nachdem sie in der Hinterkammer eines Nagelstudios komplett über den Tisch gehauen wurde, hatte auch der Spaß ein Ende.

Nachts führten uns die Klänge der Musik wieder in allerlei Clubs. Wer feiern will. So richtig. Geht nach Playa del Carmen. Ende der Geschichte.

Sonntag 

Sonntag. Bei uns auch als “alle Geschäfte haben zu, wo bekomme ich Essen her?” bekannt. In unserem Hostel dreht sich an diesem Tag alles um die hauseigene Party, die um sonntags 3 am Nachmittag startet. Bekannt als DIE Hostelparty der Stadt. Die Freude war groß.

Wir waren jedoch noch immer ziemlich Hangover von den letzten zwei Nächten. Jetzt half nur mehr eines: Fett. Fett in Form von Pizza. Zu Domino´s sind es nur 1 Kilometer – für die wir 2 Stunden brauchten. Alles war so hell, hell, hell. Für eine Pizza mit fett Käserand wären wir aber auch das Doppelte gegangen. Und wie immer: Das Fett wirkte Wunder. Wir waren topfit und ready für unsere letzte gemeinsame Nacht.

Und sie war magisch. 

Montag 

Lara verpasste ihren Bus zum Flughafen, packte in 3 Minuten wild alles zusammen und rannte in der Kleidung von Gestern und vollkommen zerzaust zum Taxistand. Unsere Verabschiedung war also anders als geplant. Für Rebecca beginnt nun ihre Reise allein. 

 

Alle Insider Tipps, genauen Routen, DOS und DONT´S werden wir in mehrere Beiträge packen, um euch für Mexiko optimal vorzubereiten.

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