FEEL GOOD || SCHMEIß DEINE WAAGE ENDLICH WEG

FEEL GOOD || SCHMEIß DEINE WAAGE ENDLICH WEG

Es ist für viele, auch für mich jahrelang, normal sich jeden Morgen auf die Waage zu stellen. Auf Instagram wird zu gemeinsamen Wiegetage aufgerufen. Ich verstehe das, aber es macht mir Sorgen.Denn ganz ehrlich, die meisten von uns beschäftigt es eben doch, wenn die Waage mehr anzeigt. Soll ich weniger essen? Mehr Sport? Warum nehme ich zu? Die Gedanken kreisen sich umso mehr um die Figur und die allgemeine Erscheinung. Plötzlich finden wir viel mehr Makel an unserem Aussehen, sehen uns in einem viel schlechteren Licht. Aber hey, wir reden immer “nur” noch von einer höheren Zahl auf einem Gerät. Oder geht es doch um viel mehr? Es ist eben eine Zahl, die für viele den eigenen Wert maßgeblich mitbestimmt. Weniger = besser, Mehr = schlechter.

Deswegen habe ich den Umzug dazu genutzt, mich von meiner Waage zu verabschieden. Ach, meine Waage und ich. Wir hatten, seitdem ich sieben bin, fast täglich Dates. Die letzten Monate begegneten wir uns nur noch wöchentlich. Wenn die Zahl runter ging, war es ein wunderschöner Moment. Ein Moment, der mich den ganzen Tag beflügelte. Aber bewahre, wenn die Zahl auch nur 100 Gramm plus anzeigte. Ich kann euch heute, nach Wochen ohne Wiegen, nur sagen: Haut das Ding auf den Müll. Wir alle sollten anfangen uns mehr zu spüren. Wir wissen doch, wenn wir nur Müll in uns hineinstopfen. Wir spüren es an den Kopfschmerzen, an der schlechten Laune, an der Trägheit. Wir wissen, dass Bewegung und gesundes Essen uns gut tut. Wir brauchen keine Zahl, die unsere Stimmung beeinflußt.

Und ja, auch ich brauche wohl einfach eine gewisse Kontrolle, damit ich nicht kunkontrolliert esse. Doch es gibt eben auch andere, psychisch gesündere Möglichkeiten:

  1. Maße messen mit einem Maßband.
  2. Vorher-Nachher Fotos. Bloß nicht zu oft, einmal in zwei Wochen reicht vollkommen.
  3. Touch yourself – fass dich öfter an…deine Beine, Arme, Bauch, unterer Rücken, Füße, Knie. Sooft wir unseren Körper im Spiegel begutachten, Anfassen hilft uns viel mehr dabei, unseren eigenen Körper wieder mehr zu spüren und zu schätzen. Lerne jede Stelle neu kennen und freunde dich auch mit deinen bisher ungeliebten Stellen an.
  4. Die Kleidung sitzt. Oder nicht.

 

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