REAL TALK || HOW TO LOVE YOURSELF

REAL TALK || HOW TO LOVE YOURSELF

Selbstliebe und Selbstachtung sind harte Arbeit, für die es sich lohnt zu schuften. JUST LOVE YOURSELF! Rebecca erklärt euch, wie sie zu diesem schier unmöglich zu erreichenden Zustand gelangte. 

Es gibt Menschen, die mit einem riesigen Ego ausgestattet sind. Sie sind die Besten, machen alles am Besten und werden darin auch täglich von ihrer Umgebung bekräftigt. Und dann gibt es jene Männer und Frauen, deren Selbstwertgefühl im Keller ist. Manchmal gehen diese zwei Phänomene auch Hand in Hand. Beim Ersteren halt meist nur mit dem Arschloch-Faktor ergänzt. Ich persönlich habe ewig gebraucht, um mich zu akzeptieren – geschweige denn damit, mich selbst wirklich zu lieben. Denn wegen all der Erwartungen der oberflächlichen Gesellschaft und der stupide Botschaften der Medien ist dieser Weg sehr, sehr hart. Die meisten finden nie aus dieser Endlosspirale aus zu hohen Erwartungen und Selbsthass. Stellt euch vor: Ein Mensch lebt sein ganzes Leben in dem Glauben, nicht gut genug zu sein. Achso ups, das ist ja normal geworden. Man könnte schon sagen: en vogue. Eine lähmende Unsicherheit als Lebenszieher.

Den fast traumhaften Zustand, sich wie als Kind wieder selbst zu lieben, das Sein wieder auf das Innere statt dem Äußeren zu konzentrieren, ist ein steiniger Weg. Denn jeder hat sie. Die Momente, in denen man sich einfach nur lebendig begraben möchte. Man macht sie nur nicht öffentlich. Wieviele Likes bekommt man schon für den Hashtag #depressed? Keinen. Wie viele “Freunde” freuen sich hämisch über deine Selbstzweifel? Einige. Wir teilen das geile Leben. Den Foodporn, die heiße Affäre, den neuesten Fang bei Pokémon Go, pickelfreie Selfies. Doch, Überraschung, jede Münze hat zwei Seiten. Familienprobleme, die nicht überwundene Trennung, die versaute Prüfung, die Essstörung. Mit dem was wir nicht teilen wollen,oder können, bleiben wir alleine. Diesen Gedanken weiterführend bleibt es also auch an uns, daran zu arbeiten. Wir sind Gefangene unserer selbst gesetzten Grenzen. Ich lernte mit der Zeit, dank meiner unglaublichen Reise, dass es ok ist sich scheiße zu fühlen. Ich muss nicht mit “Es geht mir gut” antworten, nur damit es meine Mitmenschen einfacher haben. Wir sind alle nicht einfach. Das Leben  hat 1000 Seiten. Es ist ok, dass es nicht perfekt ist. Ich schätze jeden schönen Moment, schon immer. Doch nun erlaube ich mir voll und ganz, auch die schlechten Gefühle zu erleben. Sie nicht zu verdrängen, sie nicht zu verschönern.

Mach dich frei

Ich habe auf meinem Weg zur Selbstliebe gelernt, dass man das innere Kind am Leben erhalten muss. Wo fühle ich mich frei? Wann lache und freue ich mich aus vollstem Herzen? Frei von Zweifeln, frei von Angst. Ich realisierte, dass es mir frei steht zu gehen. Einer unglücklichen Situation zu entkommen, braucht nur eine Bewegung in eine andere Richtung.  Trau dich, dein Leben dort hin zu bewegen, wonach dein Herz ruft. Ignoriere deine Träume nicht, nur weil deine Vernunft dagegen schreit. Wir alle kreieren unsere eigene Realität. Die Kraft liegt in unseren eigenen Händen. Überlege weniger. Springe, wenn du willst. Sage, was du denkst. Gehe, wenn du dich unwohl fühlst. Du bist dein eigener Chef.

Schau nach Innen

Vielen von uns fehlt Selbstbewusstsein und eine fehlende Selbstachtung. Anstatt mit uns selbst anzufangen, suchen wir unsere Zufriedenheit in äußeren Zuständen. “Liebe deine Nächsten”, “Kauf dich glücklich”, “Schönheit macht das Leben einfacher” sind alles bekannte Floskeln. Wir warten auf die Bestätigung Anderer. Wir machen uns abhängig. Abhängig von äußerlichen Umständen. Allerdings lernte ich mit der Zeit, dass ich nur mit einem offenen Herzen durch die Welt gehen kann, wenn ich die Liebe zuerst nach Innen richte.

 Sei nicht so hart

Es hat mich ein hartes Stück Arbeit gekostet bis ich den Satz: “Es gibt keine Perfektion. Niemand ist Perfekt und ich muss und kann es auch nicht sein” verinnerlicht habe. Wir sehen erfolgreiche, glückliche Menschen aber was wir nicht sehen, ist dass es bestimmt an Zeit, Abreit und Geduld kostet an diesen Punkt der Akzeptanz und Zufriedenheit zu gelangen. Lass dir selbst Zeit. Zeit dich kennen zulernen.

Bist du zufrieden mit dem was du machst und wo du stehst?

Wir müssen Verantwortung dafür übernehmen was wir machen. Wir müssen aufhören für Andere zu leben. Wir müssen Verantwortung dafür übernehmen wo wir uns Wiederfinden und dann den Mut zusammennehmen und es einfach tun. Es ist einfach einen Job zu finden, in eine Gewohnheit zu verfallen und in Sicherheit zu schweben. Aber um dich zu Lieben musst du auch auf das hören was du willst und was du wirklich liebst und nicht nur was vielleicht besser, angesehener oder besser für den Geldbeutel wäre.

Hör auf dich zu Vergleichen

Jeder steht genau da, wo er stehen muss. Nichts ist besser, nichts ist schlechter. Jeder ist auf seine Art und Weise Besonders. Jeder macht einzigartige Erfahrungen. Sich zu Vergleichen bringt uns nur von unserem eigenen Weg ab. Sei glücklich mit dem was Du machst, mit dem was Du bist. Wir können nie wie jemand anderes werden, das einzige was wir können ist es zu 100 Prozent wir selbst zu sein und zu lernen uns Selbst zu lieben und akzeptieren. Los zulassen und einfach zu sein ohne Wertung, das habe ich mir zur Aufgabe gemacht. So kannst das auch du.

How to love yourself

Akzeptiere deine Schattenseiten

Die dunklen Momente in meinem Leben haben mich im Nachhinein erst zu der gemacht, die ich heute bin. Ich lernte in einem Meditationszentrum in Mexiko, allen meinen Gefühlen die gleiche Aufmerksamkeit zu geben. Freude ist nicht mehr Wert als Trauer. Ekstase nicht bedeutender als Neid.

Traurig zu sein, wütend oder schwach zu sein. Erst die dunklen Momente lassen uns später leuchten wie ein Stern. Die Dunkelheit ist genauso wichtig wie die Helligkeit. Es ist okey mal nicht reden zu wollen, nicht lachen zu wollen, grummig zu sein. Um uns selbst zu Lieben müssen wir in die Dunkelheit und die Tiefe unserer Seele blicken und akzeptieren was wir empfinden.

Ich habe realisiert: Ich bin es Wert. Und du bist es auch!

 

Fotocredits: Ricarda Jost

Über die Autorin

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