REALTALK || BIST DU WIRKLICH GLÜCKLICH?

REALTALK || BIST DU WIRKLICH GLÜCKLICH?

Wir wollen es alle sein und am Besten sofort. Heute, morgen und eigentlich jeden Tag. Aber was bedeutet „glücklich sein“ denn eigentlich? Wie wird man glücklich? Um Glück zu fühlen müssen bestimmte Faktoren stimmen. Voraussetzung: eine bewusste Beschäftigung damit, was uns wirklich glücklich macht. Doch so einfach ist das nicht. Wir haben sie trotzdem: die Anleitung zum Glück. 

Was bedeuten „glücklich sein“ überhaupt?

Vielleicht eine krasse Party mit guten Gesprächen und exzessivem Getanze? Nein, definitiv nicht. Wir müssen zwischen „Vergnügen“ und „Glücklich sein“ unterscheiden. Klar, eine durchfeierte Nacht kann ein Riesen-Vergnügen sein, wirklich glücklich wird sie uns langfristig nicht machen.

Doch fangen wir mit den Grundlagen an. Die Bewertung unseres Gemüts lässt sich oft mit Hilfe zweier Fragen beantworten. Habe ich einen guten Tag? Habe ich Einen, dann bin ich glücklich. Entweder ja oder nein. Die zweite Frage ist auf der Ersten aufbauend: Warum habe ich einen guten beziehungsweise einen schlechten Tag? Was ist an diesem Tag anders als an dem davor? Uns im Klaren darüber zu sein, was unsere guten von den schlechten Tagen unterscheidet, bringt uns der Sache schon näher. Das ist leichter gesagt als getan. Ob aus Faulheit oder Ideenlosigkeit: Oft stecken wir in unserem Alltagstrott fest. Es fällt uns schwer, uns von Freunden zu trennen, mit denen Treffen eigentlich schon immer anstrengend waren.

Glücklich zu sein bedeutet vorallem (und es scheint die Antwort auf alles zu sein): Selbstliebe. Sich selbst zu akzeptieren – mit all den Stimmungen und vor allem den vermeintlich schlechten Gefühlen. Wir wachsen an Frust, Neid und Angst. Nicht so hart zu sich selbst zu sein und Kompromisse mit sich selbst eingehen. Auch wenn unsere Eltern anderer Meinung sind: wir können nicht alles erreichen. Lebe im Einklang mit dir selbst. Glücklich sein bedeutet sich zu lieben und sein Leben mit positiven Menschen zu füllen. Tschüss Miesepeter, hallo Energieauffüller. Erst wenn du dich als erste Priorität siehst – und dich, deinen Körper und deine Seele auch so behandelst – kannst du erst wirklich gut zu Anderen sein. Ein gesundes soziales Umfeld macht glücklich. Umgib dich mit Menschen, die einen positiven Vibe haben.

Die Macht des Denkens

1)  „Ist das Glas halb voll oder halb leer?“

Wir haben die Macht, sogar vermeitlich schlechte Erfahrungen zu unsere Vorteil zu nutzen. Positives Denken und die Kraft, schöne Momente wirklich wahrzunehmen, machen uns glücklich. Alleine mit positiv fokussierten Gedanken können wir bis zu einem gewissen Punkt unser Leben steuern. Unsere Beziehungen, unseren Job, unsere Freundschaften. Mehr „Ich kann das“, weniger „Das wird nie was“.

2) „Schlimmster Feind oder bester Freund?“ 

Es ist immer der einfachste Weg andere für unser Glück, aber vor allem für unser Unglück, verantwortlich zu machen. Doch in 80% der Fälle sind wir ganz allein für uns verantwortlich. Und wenn es nur die verpasste Möglichkeit ist, aus einer Situation herauszugehen.

3) „Alles ist einfach zu viel.“

Das Verlangen immer glücklich sein zu wollen macht unglücklich. In unserer Gesellschaft wird es als schwach angesehen, wenn man weint oder traurig ist. Auf „Wie geht es dir?“ folgt wie selbstverständlich ein „Gut.“ Was denn auch sonst? Weg mit dem Schöngerede! Akzeptieren, dass alle Emotionen gleich viel Wert sind. Nur durch das Durchleben des Unglücks wissen wir wie sich Glück überhaupt anfühlt. Genau das macht das Leben doch aus. Zu schätzen Lernen, dass wir diese Palette an Gefühlen überhaupt erleben dürfen.

4) „Focus, Baby!“

Konzentriere dich auf erfüllende Momente, statt auf die enttäuschenden Situationen. Glücklich sein ist kein Zufall. Es ist die Kombination aus Gedanken und Handlungen, die wir in eine positive Richtung lenken können. Wir machen schlechte Erfahrungen und investieren viel Zeit und Kraft in Projekte die scheitern. Doch entscheident ist: Die Einstellung zum Scheitern.

Übung: Schau dir einen Tag lang deine Gedanken an. Versuche zu sehen ob deine eigene Sichtweise eine Situation verschlimmert. Frag dich ,ob die Situation wirklich so schlimm ist oder ob dein Verstand dich in diese Negativität lenkt. Deine eigene gesteuerte Wahrnehmung und reflektierte Sichtweise bestimmt im Endeffekt das ganze Leben.

Körper, Geist und Seele

Bei einem geforderter Geist und einem schwachen Körper werden wir nie langfristig glücklich sein. Da geht mehr! Keiner der drei Ebenen, ob Körper, Geist oder Seele, darf vernachlässigt werden. Ob wir es nun wie ein Psychologe „Bewusstsein, Unterbewusstsein, Überbewusstsein“, wie ein Natuwissenschaftler „Energie, Materie, Antimaterie“ oder wie wir New Ageler „Körper, Geist, Verstand“ nennen – die Botschaft bleibt gleich.

Ein Gang ins Fitness- oder Yogastudio wird deinem Körper ein viel besseres Körpergefühl geben. Meditation ist hingegen ein mächtiges Tool, um nach Innen zu schauen, den Verstand zu lenken und nicht vom Verstand gelenkt zu werden. Bald haben wir dazu eine Anleitung für euch parat.

Ob ein Tag gut oder schlecht ist, ist so gut wie unabhängig von unserer Umwelt. Von Uni, Job, Familie, Partnerschaft und Freunden. Anzuerkennen, dass unsere Reaktion auf zwischenmenschliche Beziehungen und äußerliche Umstände das Entscheidende ist, ist der Schlüssel zum Glück. Wenn ich beim Schwarzfahren erwischt werde, einen Konflikt mit meinem Chef habe, eine gute Note für eine Prüfung erhalte… Wir sollten unser Glück nie in die Hände von jemand Anderem legen. Wir können unsere Mitmenschen nicht ändern, sondern nur unsere eigene Reaktion auf sie. Wirklich glücklich werden wir nur, wenn wir unser Leben nicht auf dem Glück oder Unglück auf äußere Umständen stützen. Wir selbst sind die Autoren unseres Lebens. Es gibt schlechte Zeiten und es gibt gute Zeiten. Manchmal läuft alles schief, dann kommt wieder eine gute Phase. So spielt das Leben. Sobald wir innerlich ruhen, reagieren wir viel gelassener auf Probleme. Und machen es damit vor allem einer Person leichter: uns selbst.

glück-beginnt-im-kopf

Wir alle können glücklich sein. Der Weg dahin ist nur unterschiedlich steinig, von unserer Umgebung abhängig und davon wie wir auf diese reagieren. Doch für uns alle gilt: Wenn wir nicht nach Innen schauen, gehen wir leer aus.

 

Fotocredits: Picco Studio

Über die Autorin

2 Comments

  • Janina August 8, 2017 at 2:00 pm

    Schöner Beitrag! Wirklich ehrlich und motivierend 🙂 Liebe Grüße von Janina

    • mm
      Moresmore Author August 8, 2017 at 6:48 pm

      Hey Janina! Genau das wollten wir erreichen 😀

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